Kajak-/Kanufahrten

Knapp, aber durch ...Der Verein Deutsch-Polnische Alternative 1998 e.V. wurde im Mai 1998 gegründet. Zur Förderung einer internationalen Gesinnung und Toleranz initiiert der Verein auch auf sportlicher und kultureller Ebene Begegnungen zwischen Deutschen und Polen, insbesondere Jugendlichen. Auf dieser Seite berichten wir über Kajak-/Kanutouren des Vereins DPA98 e.V. auf der Drawa, der Pi³awa, der Rega und der Parsêta . Alle Flüsse liegen im Raum Nordpolen, Westpommern und gehören zu den schönsten, attraktivsten Flüssen des Ostens.

Diese Fahrten ermöglichten es den deutschen, polnischen, französischen, belgischen und sogar kanadischen Teilnehmern, eingebunden in eine zauberhafte Natur, sich selbst und ihre Beziehungsfähigkeit zu anderen und oft fremden Menschen neu zu entdecken. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die täglich neuen Anforderungen, die die Gruppe und der Fluss an jeden Teilnehmer stellen, nachhaltige, positive  Eindrücke hinterlassen. Vorurteile, dem Fremden gegenüber, kommen wegen der Gleichheit aller in der Natur und in der Auseinandersetzung mit der Natur gar nicht erst auf bzw. erscheinen beim täglichen Beisammensein am Lagerfeuer in unzähligen Diskussionen als absurd.

Veranstaltet werden die Begegnungen vom Verein Deutsch-Polnische Alternative 1998 e.V. Fahrten fanden u.a. auf der Drawa und Pi³awa statt, zwei der schönsten Flüsse des nördlichen Polen. Ausgangspunkt der Kajak-/Kanutouren ist der Ort Lubieszewo (Drawa) am Lubjesee bzw. das Dorf Sikory in der Gemeinde Czaplinek (Pi³awa). Die Touren enden in der Regel in Stare Osieczno (Drawa)/Krepsko (Pi³awa) und dauern jeweils 8 Tage. Im Sommer 2001 befuhr auch eine Gruppe die Rega, die in der Ostsee mündet, im Sommer 2004 entdeckte man Teile der Pasêta.

Tour-Beschreibung Drawa/Pi³awa

Auf der Fahrt durchquert man malerische, romantische Landschaften, die durch ausgedehnte Wälder und Seen gekennzeichnet sind. Ein langer Abschnitt der Drawa-Tour führt dabei durch den Nationalpark (ab Drawsko).

Die Flüsse graben sich durch  sandige, von der letzten Eiszeit stark geprägte Gebiete. Den wohl schönsten Teil der Drawa-Tour macht die Fahrt durch den Nationalpark aus (s.o.). Hier, wo die Natur sich vollkommen selbst überlassen bleibt, sorgen riesige umgestürzte Bäume für natürliche Hindernisse, die dem Kanuten und Kajakfahrer immer wieder ein Abenteuer bescheren. Die Erfahrungen des Vereins haben aber gezeigt, dass der Fluss dennoch für Anfänger geeignet ist, ohne dass ein Reiz für Geübtere verloren geht. Die Pi³awa dagegen bietet nicht weniger, das von Interesse sein könnte, zeigt sich aber von einer anderen Seite, als die Drawa. Sie fließt ebenso wie die Drawa in Nord-Süd-Richtung und bietet als Fluss entlang des alten Pommernwalls, der als Pendant zum Westwall gedacht war, sehr eindrucksvolle Bilder. Ehemalige Bunkerbauten und Befestigungsanlagen tauchen die Gegend manchmal in eine gespenstische Atmosphäre. Außerdem findet man hier vereinzelte Staustufen, Reste von alten Wassermühlen. Ein Teil der Pi³awa-Tour führt über Flussabschnitte, die in den letzten 60 Jahren öffentlich nicht zugänglich waren und zur Erforschung geradezu einladen.

Übernachtet werden kann an vielen Stellen der Flüsse. Biwaks sind in ausreichender Zahl vorhanden und zeichnen sich durch Unterstände und Feuerstellen aus. Bei der Befahrung der Drawa im Nationalpark wird eine Gebühr erhoben (ohne die Entrichtung dieser Gebühr ist eine Befahrung nicht möglich). Allerdings wird dem Kajak-/Kanuwanderer in diesem Bereich das Holz für das Lagerfeuer bereitgestellt, eine Müllabfuhr und die Wartung der Unterstände wird ebenfalls durch diese Gebühr finanziert.

Zudem zeichnen sich die Flüsse, entgegen dem pauschalen Vorurteil über polnische Flüsse, durch ihre ausgezeichnete Wasserqualität aus. Das Gebiet ist trotz seiner in den letzten Jahrhunderten wechselvollen Geschichte nahezu unbesiedelt, was mit zu der Unberührtheit und intakten Natur beiträgt.

Insgesamt kann man sagen, dass eine Kajak-/Kanutour auf der Drawa/Pi³awa ein unvergessenes Erlebnis für jung und alt, für Einzelpersonen und Familien darstellt (der jüngste Teilnehmer im Jahr 1997 war 4 Jahre alt).

Lassen Sie sich von einigen schönen Bildern, aufgenommen auf einer Kajak-/Kanutour des Vereins im Jahre 1997 auf der Drawa, verführen in ein Abenteuer, das man nie mehr vergisst.

Rega

Neben den oben genannten Flüssen befuhr der Verein im Sommer 2001 die Rega, ein Fluss, der entgegen Drawa und Pi³awa in Richtung Norden fließt. Als das Reizvollste an dieser Tour kann wohl die Fahrt in das offene Meer, die Ostsee, bezeichnet werden. Bei schönem Wetter, mit dem Kanu aufs Meer, getragen von den wogenden Wellen, der untergehenden Sonne entgegen ....

Parsêta

Im Sommer 2004 stürzten sich Vereinsmitglieder und Freunde in ein neues Abenteuer. Sie befuhren Teile der für alle noch unbekannten Parsêta, einem Fluss, der wie die Rega in nördliche Richtung fließt und wie die Rega in der Ostsee bei Kolberg mündet. Eine weitere Gruppe mit Gehörlosen befuhr wieder die Drawa.

Das Befahren der Parsêta sollte sich als wirkliche Herausforderung für alle Beteiligten herausstellen und man blieb aufgrund schwieriger Flussverhältnisse (zahlreiche querliegende Bäume) weit unter der Kilometerzahl, die man sich vor der Tour vorgenommen hatte. Dennoch machte die Fahrt Lust auf "mehr", sicherlich wird der restliche Teil des Flusses in Zukunft nicht "unerforscht" bleiben.

Termine für 2005 (Drawa/Pi³awa/Parsêta)

Die nächsten Kajak-/Kanufahrten, organisiert durch den Verein, werden in der Zeit der Sommerferien 2005 (NRW) stattfinden. Aufgrund der in den letzten Jahren ständig steigenden Zahl der Teilnehmer (Vereinsmitglieder und Freude, Gehörlosen des Vereins Ohrwerk), organisiert der Verein seine Fahrten auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Gelsenkirchen und dem Verein Ohrwerk.    home

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letztes Update: 01.06.05