Presseberichte zu den Aktivitäten der Deutsch-Polnischen Alternative 1998 e.V.

Monatszeitung in polnischer Sprache10 dni kajakiem po Drawie

Wilka ciagnie do lasu, a wodniaka nad wode i na wode. Kto raz poznal smak przygody pod zaglami, kto poplynal lôdka czy kajakiem, tego zauroczenie ta forma wypoczynku juz nie opusci. lnzynier Tomasz Gutkowski, ktory dzis mieszka w Gelsenkirchen, byl kilkuletnim chlopcem, kiedy po raz pierwszy, przed prawie trzydziestu laty, pojechaI z rodzicami ,,na jeziora". Odtad zawsze tam wraca, tam czuje sie najlepiej. Malo tego, swoja slaboscia ,,zarazil" innych. Tu, w Niemczech. ...

So beginnt ein Zeitungsbericht der Monatzeitung Samo Zycie in polnischer Sprache, die im Frühjahr 1999 über die Aktivitäten des Vereins Deutsch-Polnische Alternative 1998 e.V. berichtet.

Außerdem finden Sie auf dieser Seite Informationen zu einer Reportage des polnischen Fernsehens (Radio-Fernsehen Stettin), das den Verein DPA98 bei einer Kajak-/Kanutour auf der Drawa im Jahre 1998  begleitete. Die Leiterin des Stettiner Fernsehen, Frau Elzbieta Bitner, interessierte sich intensiv für die Motivation der Aktivitäten des Vereins DPA98 und brachte dies gekonnt in dem Kurzfilm "Ein Herz im Kajak" zum Ausdruck.

Deutsche Übersetzung Reisebericht von: Rolf Heßbrügge Film/Rundfunk
Buersche Zeitung (vom 24.12.'99) Silke Mohaupt (R. Jungk-Stiftung) home

 

Deutsche Übersetzung "10 dni kajakiem po drawie"

10 Tage mit dem Kajak auf der Drawa

Zu den Bildern der Kajak-/KanutourWer einmal von der Natur verzaubert wurde, der bleibt ihr auf ewig treu. Wer erst auf den Geschmack des Abenteuerurlaubes mit Segelboot, Kanu oder Kajak gekommen ist, der wird diese Form der Erholung immer vorziehen. Dipl.-Ing. Tomasz Gutkowski war noch ein Kind, als er vor 30 Jahren mit seinen Eltern zum ersten Mal nach Westpommern kam. Heute lebt er schon lange Jahre in Gelsenkirchen, ist aber der Pommerschen Seenplatte treu geblieben. Mit seiner Faszination steckte er auch schon zahlreiche Bekannte und Freunde an.

"Als ich mein Abitur gemacht hatte und auf den Aufnahmebescheid der Uni wartete, erinnert sich Gutkowski, war ich so nervös, dass ich zu Fuß mit dem Rucksack ca.200km Richtung Pommersche Seenplatte gewandert bin. Ich sagte mir, wenn ich das schaffe, schaffe ich auch das Studium. Beides ist mir gelungen." Vor 18 Jahren kam er nach Deutschland - 1990 fuhr er mit seinem 8jährigen Sohn Konrad wieder nach Westpommern. "Seit ich die wunderbare Natur der Gegend entdeckt habe, fahre ich jeden Sommer hin. Ich war sehr überrascht, dass die Zeit dort scheinbar stehen geblieben war. Die gleiche Natur, die gleichen Leute - ich dachte, ich wäre wieder 20 Jahre jung."

Jahr für Jahr fährt Gutkowski nun wieder nach Polen - mit wachsender Familie und einem stetig anwachsenden Kreis deutscher Freunde. Im Jahre 1993 machte er eine Segeltour mit seinem ersten Arbeitgeber aus Deutschland, ein Jahr später mit seinem Hausarzt und Sohn. Vor zwei Jahren- diesmal schon mit drei eigenen Kindern, Konrad, 14 Jahre, Marja, 6 Jahre und Jan, 4 Jahre - organisierte er eine Abenteuertour mit Zelt und Kajak durch Westpommern. Elf junge Menschen, Freunde und Schulkameraden von Sohn Konrad, sowie ein Freund Gutkowski's als zweiter Betreuer, der Musiklehrer eines Gymnasiums in Witten, Ingo Wrobinger, gebürtiger Gelsenkirchener, mit seinem 9jährigen Sohn Alexander waren mit von der Partie. Was die jungen Deutschen vor allem beeindruckte war dieses Abenteuer, der direkte Kontakt zu der Natur und die Verhältnisse in der Wildnis mit Kajak und Zelt. Um Proviant zu bekommen, musste man teilweise bis zu 5 km Fußmarsch bewältigen. Sehr häufig fand man in den Läden ganz andere Produkte als in Deutschland. Einerseits wunderbare Abende am Lagerfeuer mit Musik von Ingo Wrobinger - andererseits die täglichen Pflichten wie Kochen, Waschen, Spülen, Ein- und Auspacken, Zelte auf - und abbauen, die die beiden Männer mit den Kindern und Jugendlichen organisieren und bewältigen mussten. Beide Seiten vollkommen neue Erfahrungen, die aber gleichermaßen beeindruckten. Grundsätzlich bewegte man sich mit dem Kajak voran, zeitweise aber auch zu Fuß, die Kajaks tragend.

Am Ende der Tour wurden die Kinder von ihren Eltern abgeholt, und diese waren schon allein durch die Erzählungen und die Örtlichkeiten so fasziniert, dass als Konsequenz im Jahre 1998 Eltern und Kinder gemeinsam an der nächsten Drawatour teilnahmen. Die Gruppe war somit auf 26 Personen angewachsen, darunter sieben Erwachsene. Der Arzt Dr.Tilman Hahn hatte die Pflicht des Kochens übernommen, Angelika Jablonowski, eine alleinerziehende Mutter, die gerade eine kräftezehrende Chemotherapie aufgrund einer Krebserkrankung hinter sich gebracht hatte, kam mit ihren beiden Söhnen, die Ehefrau von Gutkowski, Maria, wollte ebenfalls etwas erleben, trotz mangelnder Wasserfahrten- und Kajakerfahrung. Und natürlich nicht zu vergessen der Barde Ingo Wrobinger, der diesmal seine drei Kinder Anna-Katharina (13), Alexander (10) und Maximilian (6), mitgenommen hatte.

Sie fuhren den Fluss Drawa abwärts von Norden nach Süden, jeden Tag im Durchschnitt 15 km und einmal einen Tagesabschnitt von ca. 30 km. Von Lubieszewo durch Drawno, Barminie, Sitnica bis Stare Osieczno - insgesamt 99km in acht Tagen. Man muss dazu sagen, dass die Drawa zu den schönsten Flüssen Westpommerns gehört, die einen Nationalpark mit wunderbaren Zeltplätzen, genannt Biwaks, durchfließt. Die ganze Truppe hat den Reichtum der Natur kennengelernt wie z.B. Eisvögel, Biberbauten und ähnliches, aber auch die Bevölkerung. Man war offen, hat gemeinsam polnische Lieder gesungen und mit anderen Gruppen am Lagerfeuer gesessen. Ganz bewusst hat man Kontakte gesucht, um sich auszutauschen. Im Jahr 1999 wollen möglichst alle wieder mitfahren und noch dazu wiederum neue Bekannte, Freunde und Verwandte, die durch Erzählungen neugierig geworden sind. Diesmal werden es ca. 35 Personen sein, und die Tour wird sie den Fluss Pilawa entlangführen. Diese Reise erstreckt sich über zwei Wochen, da sich der einwöchigen Kajaktour eine 'gemischte' Woche anschließt. Der Großteil der Jugendlichen macht eine Trekkingtour rund um den Lubiesee, Gutkowski und seine Familie mieten sich ein Boot und kreuzen auf dem Lubiesee, Ingo Wrobinger möchte, teilweise im Alleingang, mit seinem Geländewagen die Umgebung erkunden, teilweise mit dem Ehepaar Hahn und Frau Angelika Jablonowski in Tagesausflügen z.B. Danzig erkunden. Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch der jugendliche Teilnehmer Philipp, ein Neffe der Eheleute Hahn, der mit seinen Eltern seit vielen Jahren in Afrika lebt und eigens für die Kajaktouren jedes Jahr nach Europa kommt.   back | home

 

Film/Rundfunk

Im Jahr 1998 erstellte das Radio-/Fernsehen Stettin einen Film und eine Radiosendung über die Aktivitäten des Vereins DPA98. Mehrere Tage lang begleitete das Fernsehteam eine Kajak-/Kanufahrt der Deutsch-Polnischen Gruppe. Dabei kommen auch Schönheit und Unberührtheit der Landschaft Westpommerns zum Ausdruck. Außerdem erläutert der 1.Vorsitzende des Vereins, Tomasz Gutkowski, in dem Film, wie es zur Gründung des Vereins kam bzw. welches die Beweggründe waren und welche Ziele verfolgt werden. Nachfolgend beschriebene "Gründungsgeschichte" war ein wesentlicher Bestandteil dieses Filmes.

Auf die Idee gebracht, einen Verein zu gründen, kam man, als die Gruppe bei einer Kajak-Kanutour im Jahr 1998 auf die Problematik der Müllabfuhr entlang des reizvollen Flusses Drawa stieß. Von anderen Kajakfahrern fälschlicherweise als Umweltverschmutzer beschimpft (wobei auch Worte wie Auschwitz und Majdanek fielen), machte man sich schon in den Abenden danach am Lagerfeuer Gedanken darüber, wie dieses Problem bewältigt werden könnte. Niemand schien in bestimmten Bereichen des Flusses für die Müllabfuhr zuständig zu sein, weder die Kommune, noch private Grundstückseigner - ein Niemandsland also - dachte man. Die Lösung, oder zumindest den ersten Schritt, sah man in der Gründung eines Vereins, weil man glaubte, dem Problem so besser begegnen zu können. Wieder daheim, erzählten Tomasz Gutkowski, der heutige Vorsitzende des Vereins und Ingo Wrobinger, sein damaliger Begleiter, heute zweiter Vorsitzender, den Daheimgebliebenden davon und mobilisierten die nötige Zahl von Leuten, einen Verein zu gründen.

Schon im darauffolgenden Jahr hatte man es geschafft, in dem problematischen Bereich eine Müllabfuhr in den Sommermonaten zu initiieren und mitzufinanzieren. Diese Aktion, das ist klar, wird aber sicherlich keine Einzelaktion bleiben (vgl. dazu die weiteren Aktivitäten des Vereins DPA 98, main page).     back | home


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letztes Update: 20.06.02