Der Fluss Rega im Norden Polens (Westpommern)

Im Sommer 2001 befuhr eine Gruppe von Kanuten und Kajakfahrern den Fluss Rega, der, anders als die Flüsse Pi³awa und Drawa, in Richtung Norden fließt. In der Gegend um den Lubiesee bei Drawsko Pom., leicht nördlich, verläuft die Wasserscheide. Hier gibt es sogar eine Stelle, an der man sein Boot nur über die Straße tragen müsste, um dem Wasser in entgegengesetzter Richtung, also nach Norden zur Ostsee zu folgen. Das Wasser, das zum Einzugsbereich der Drawa gehört, fließt dagegen einen riesigen "Umweg", zunächst in Richtung Süden, um in die Noteæ zu münden, welche sich westwärts in die Oder ergießt, um endlich den Weg nach Norden in die Ostsee zu nehmen.

Die Gegend, die zum Einzugsbereich der Rega gehört, gestaltet sich gänzlich anders, als wir es von der Drawa und der Pi³awa gewöhnt waren. Deutlich schwerere Böden kennzeichnen diese Landschaft, leichte Hügel, Kiefern- bzw. auch Mischwälder, und die Rega fließt auf ihrem Weg in die Ostsee durch mehrere Städte. Für Angler scheint die Rega besonders interessant zu sein, sahen wir sie doch täglich an Brücken, Ufern, Wehren.

Als besonders abenteuerlich stellte sich heraus, dass dieser Fluss keineswegs so touristisch erschlossen wie die Drawa erscheint, allerdings unternehmen anliegende Stadt- und Kreisverwaltungen hier deutliche Anstrengungen. Das machte aber unter anderem wieder den besonderen Reiz für unsere Gruppe aus, und es stellte sich heraus, dass eine Vortour im April mit nahezu 1500 km im Geländewagen, dem Flusslauf Rega folgend, von Vorteil war, nicht nur, was den eigentlichen Flussverlauf betraf, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Stadtverwaltungen, Förstereien, Anwohnern und die Auswahl der jeweiligen Schlafplätze betraf. Letztendlich zeigte sich auch hier, wie wichtig es ist, einen Fluss einigermaßen zu kennen, um eine solch große Gruppe, die wir diesmal waren, durch die auf ihre weise reizvolle Landschaft zu führen.

Als Höhepunkt erwies sich dann, neben allen geschichtlichen Hintergründen, die Land und Leute prägte und sich der Gruppe z.T. eindrucksvoll präsentierte (z.B. durch die Übernachtung in einem ehemaligen Schlossgarten, heute Ausgrabungsstätte), die Ankunft an der Mündung der Rega.

Durch das Fahren in die offene See stellte sich bei vielen Mitreisenden ein Gefühl der Freiheit ein. Die Rega bietet die Möglichkeit (allerdings nur bei gutem Wetter) einer Fahrt durch die Hafeneinfahrt bzw. -ausfahrt mit dem Kanu/Kajak. Hier zeigte sich die Natur von ihrer schönsten Seite, präsentierte sie doch das Meer mit seinen sanften, aber in den kleinen Booten spürbar hohen Wogen, die untergehende, warme Sonne, das beruhigende Bild der fliegenden Möwen im sanften, aber stetigen Wind.

Kein überlauter Hafenrummel, wie man es von anderen Küstenorten kennt, störte diesen Eindruck. Als besonders erquickenden Abschluss für die achttägige Kanu-/Kajaktour bot sich dann das Bad in der temperierten Ostsee mit seinem feinen Sandstrand als Belohnung an, wobei das "Anlanden" an eine Meeresküste mit einem Kaja/Kanu nochmals für ein kleines Kribbeln sorgen sollte ....

 

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letztes Update: 24.07.02