Pommernwall

Bunker von innen, PommernwallDie Pommernstellung, nur wenigen Menschen in Europa bekannt, war Teil der östlichen Verteidigungslinie, ähnlich den Befestigungslinien wie dem Westwall, Atlantikwall oder der französischen Maginot-Linie. Noch heute findet man entlang des Ostwalls Reste von Bunkern, Schützengräben, Wasserhindernissen usw. Die meisten Bunker wurden nach dem Krieg zerstört.

Dennoch sind, befährt man die Pilawa mit dem Kajak oder dem Kanu, die Spuren des lange vergangenen Krieges unübersehbar. Trotz der Unheil vermittelnden Bauten, hat die Pilawa aber nichts an Reizvollem verloren. Im Gegenteil - ihre Staustufen, einst als Wasserreservoir für strategische Überflutungen gedacht, haben jetzt, nach vielen Jahren, eine Wasserlandschaft entstehen lassen, die der Natur alle Möglichkeiten gegeben hat, sich zu entwickeln. Der Besucher dieser Gegend findet eine "fast" unberührte Natur wieder, die zu entdecken sich lohnt.

Begibt man sich abseits von der Wasserstraße, stößt man ebenfalls auf die Hinterlassenschaft einer Zeit, die der Welt und den beiden Staaten Deutschland und Polen negativ in Erinnerung ist. Aufgrund der Nähe zu dieser, hier "fühlbaren" und sehbaren Geschichte, fanden während der Fahrt des Vereins DPA98 auf der Pilawa im Jahr 1999 immer wieder intensive Gespräche über die gemeinsame Geschichte der Polen und der Deutschen statt.

Geschichtliches

Zum Ostwall allgemein muss man drei Befestigungslinien rechnen.

1. Oderlinie allgemein im Süden

2. Oder-Warthe-Bogen

3. Pommernstellung (hier einige Fotos)

Nachfolgend finden Sie einige Bilder zu den Überresten der Pommernstellung im Bereich der Gemeinde Czaplinek, Westpommern. Sie sind im April '99, auf einer Vortour des Vereins DPA98 für die Kajak-/Kanutour im Sommer 1999 und derselben, entstanden. Wenn Sie sich mehr für die östliche Verteidigungslinie interessieren, besuchen sie oben angegebenen link.

Außerdem sehen Sie einen Stadtplan der Gemeinde Borne Sulinowo, die erst seit wenigen Jahren auf öffentlichen Karten zu finden ist, obwohl die Stadt schon seit Jahrzehnten existiert. Auf der Stadtkarte glaubt man den deutschen Reichsadler zu erkennen.

Als Militärstadt von den Deutschen gebaut, wurde Sie durch das russische Militär übernommen und im Jahre dem polnischen Volk überlassen. Unweit der Stadt Borne Sulinowo findet man eine vom russischen Militär verlassene Stadt, die nicht wieder besiedelt wurde, und somit auf den Besucher wie eine Geisterstadt wirkt. Hier befindet sich aber auch Europas größtes Heidegebiet. Einst vom russischen Militär als Truppenübungsplatz genutzt, wird diese Region nach und nach vom polnischen Forstamt aufbereitet und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Alles in allem erzeugen die "Überreste" aus der unrühmlichen ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beim Besucher ein beklemmendes Gefühl. Hier ist die leidvolle, gemeinsame Geschichte der beiden europäischen Staaten Deutschland und Polen allgegenwärtig. Diese Zeitzeugen der Geschichte regen jeden zum Nachdenken über die gar nicht ferne Vergangenheit an.

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letztes Update: 20.06.02